
Weckmann backen
Weckmann Rezept– Der Duft von frischem Hefeteig gehört im Herbst und Winter einfach dazu. Neben den Martinsbrezeln ist der Weckmann, je nach Region kann es auch ein Stutenkerl, Hefekerl, Grättimaa oder Dambedei genannt, sein – eine der beliebtesten Traditionen zum Martinstag und auch zum Nikolaus.
Besonders Kinder freuen sich, wenn sie nach dem langen Laternenumzug oder am 6. Dezember einen süßen kleinen oder großen Hefemann in den Händen halten können. Hier erfährst du alles rund um den Weckmann: ein klassisches Rezept, Varianten, Deko-Ideen, Tipps zum Backen mit Kindern und häufige Fragen.
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Was ist eigentlich ein Weckmann?
Der Weckmann ist ein süßes Hefegebäck in Form eines Männchens. Traditionell hält er eine kleine Tonpfeife in der Hand – als Symbol für Freude und Geselligkeit.
Die Bezeichnungen unterscheiden sich je nach Region:
Rheinland und Westfalen: Weckmann
Süddeutschland und Schweiz: Grättimaa
Südwesten: Dambedei
Norddeutschland: Stutenkerl
Ob zum St. Martinsfest (11. November) oder zum Nikolaustag (6. Dezember) – der Weckmann gehört zu den Klassikern der Adventszeit.
Tipp: Mit einem Weckmann-Ausstecher gelingen die Figuren besonders gleichmäßig, auch wenn man nicht so geübt im Formen ist.
Klassisches Weckmann Rezept
Zutaten für ca. 6 Stück
500 g Mehl (Type 550)
1 Würfel frische Hefe (42 g) oder 1 Päckchen Trockenhefe
250 ml lauwarme Milch
70 g Zucker
70 g weiche Butter
1 Ei
1 Prise Salz
1 Eigelb + 2 EL Milch (zum Bestreichen)
Rosinen oder Schokotropfen (für Augen und Knöpfe)

Zubereitung Schritt für Schritt Weckmann Rezept
- Vorteig ansetzen: Hefe in lauwarmer Milch mit 1 TL Zucker auflösen, 10 Minuten ruhen lassen.
- Teig herstellen: Mehl, Zucker, Salz, Butter und Ei in eine Schüssel geben. Vorteig hinzufügen und 8–10 Minuten zu einem glatten Teig verkneten.
- Teig gehen lassen: Den Teig abgedeckt an einem warmen Ort ca. 1 Stunde ruhen lassen, bis er sich verdoppelt hat.
- Formen: Den Teig in 6 Portionen teilen. Ausrollen und Männchen formen (entweder frei Hand mit Messer einschneiden oder mit einem Ausstecher).
- Dekorieren: Mit Rosinen oder Schokotropfen Augen und Knöpfe setzen. Wer mag, steckt eine kleine Tonpfeife als Accessoire hinein.
- Bestreichen & Backen: Mit Eigelb-Milch-Mischung bestreichen, auf ein Blech mit Backpapier legen und bei 180 °C (Ober-/Unterhitze) ca. 20–25 Minuten goldbraun backen.
Tipp: Auf einem Antihaft-Backblech lassen sich die Weckmänner nach dem Backen leichter lösen.
Varianten für Kinder und Familien
Mit Rosinen im Teig: Wer Rosinen mag, kann 100 g direkt in den Teig kneten.
Schoko-Weckmann: Den Teig mit Schokotropfen anreichern oder nach dem Backen mit Schokolade verzieren.
Vollkorn-Weckmann: 200 g Mehl durch Dinkelvollkornmehl ersetzen – etwas kräftiger im Geschmack, aber sehr sättigend.
Vegane Variante: Milch durch Hafer- oder Sojamilch ersetzen, Butter durch Margarine und das Ei weglassen. Zum Bestreichen eignet sich Pflanzendrink ganz hervorrangend.
Mini-Weckmänner: Mit kleinen Ausstechern gebacken, perfekt für Kinderhände oder zum Teilen in der Kita.
Weckmann Rezept- Dekorationsideen
Weckmänner können ganz schlicht bleiben – oder bunt und kreativ verziert werden:
Rosinen oder Schokodrops für Augen und Knöpfe
Mandelblättchen als Knopfleiste
Zuckerguss oder Schokolade zum Verzieren nach dem Backen
Bunte Zuckerperlen für Kinder, die es farbenfroh mögen
In manchen Regionen ist die Tonpfeife ein Muss – sie wird traditionell als Zeichen der Freude in den Teig gesteckt.
Backen mit Kindern – Tipps
Kinder lieben es, die Teiglinge selbst zu formen – auch wenn die Figuren am Ende etwas „krumm“ aussehen.
Augen aus Rosinen oder Schokolade einsetzen macht den Kleinen besonders Spaß auch das verzieren mit Zuckerperlen und Streuseln macht viel Freude.
Mini-Weckmänner sind eine tolle Möglichkeit, jedem Kind sein eigenes Gebäck zu geben.
Mit kleinen Holzstäbchen oder Tonpfeifen lassen sich die Figuren verzieren.
Tradition: Weckmann verschenken
Der Weckmann ist nicht nur zum Essen da, er ist ein Symbol fürs Teilen. Viele Gemeinden verteilen nach dem Laternenumzug oder am Nikolaustag Weckmänner an die Kinder.
Auch zu Hause lassen sich die Hefemänner schön verschenken:
In Butterbrottüten oder Papierbeuteln, bemalt mit Laternenmotiven.
Warm aus dem Ofen, eingewickelt in eine Serviette.
Mit einer kleinen Karte zum Martinstag oder Nikolaus.
FAQ – Häufige Fragen zum Weckmann
Kann man Weckmänner einfrieren?
Ja, sie lassen sich nach dem Backen einfrieren. Einfach vor dem Servieren kurz aufbacken.
Wie lange halten Weckmänner frisch?
Am besten schmecken sie frisch am Backtag. Luftdicht verpackt halten sie 2 Tage, danach werden sie zu trocken.
Kann man den Teig schon am Vortag vorbereiten?
Ja, den Hefeteig kannst du super abgedeckt im Kühlschrank über Nacht gehen lassen. Am nächsten Tag einfach formen und wie gewohnt backen.
Welche Ausstecher-Größe ist ideal?
Für große Weckmänner eignet sich ein Ausstecher von ca. 20 cm, für Kinderhände reichen auch kleinere Formen um 10 cm.
Fazit Weckmann Rezept:
Der Weckmann ist mehr als nur ein Gebäck, er ist ein kleines, großes Stück Tradition, das Kinderaugen zum Strahlen bringt. Ob als süßer Abschluss des Martinsumzugs oder als Nikolaus-Überraschung: Mit diesem Rezept gelingt er garantiert.
Mit Rosinen, Schokolade, Pfeifen oder bunten Perlen verziert, lässt er sich ganz individuell gestalten und macht den Martinstag oder Nikolaustag besonders festlich und bleibt garantiert in schöner Erinnerung.
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